Arnold - Der Apfel aus der Heimat Arnold Schwarzeneggers
"Arnolds" Tagebuch
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Montag, 11. Februar

Das Glück, ein Apfel zu sein

Ein „Arnold“-Apfel zu sein ist spannend und abwechslungsreich. Ich erlebe so viel beim Wachsen, bei der Ernte und bei allen Vorgängen, die mich schließlich zu „meinem“ Konsumenten bringen. Ich habe kein Problem damit, dass ich verzehrt werde, denn das ist weniger mein Schicksal als mein Auftrag. Mir ist es wichtig, dass ich gut aussehe und gut schmecke, dass ich Kraft spende und Lebensfreude. Dann bin ich richtig glücklich.

Dienstag, 29.Jänner 2008

Wovon Menschen träumen.

Es klingt seltsam, aber der Winter ist eine gute Zeit für einen Apfel. Während draußen eine eher unfreundliche Jahreszeit vorherrscht, bin ich davon unberührt. In einer großen Lagerhalle sorgt modernste Technik für etwas, wovon – wie ich höre - viele Menschen träumen: länger knackig und frisch zu bleiben, langsamer zu altern. Äpfel wie ich lagern in einer so genannten kontrollierten Atmosphäre, die den Stoffwechsel bremst. Wir dösen gewissermaßen vor uns hin wie manche Tiere, die einen Winterschlaf halten. Wenn ich dann an der Reihe bin, in den Verkauf zu gelangen, bin ich so kräftig und frisch, wie es sich für einen „Arnold“ gehört.

Montag, 24. Dezember

Der Friede sei mit Euch

In diesen Tagen erlebe ich die Menschen ganz verändert. Manche – besonders die Erwachsenen – sind ganz hektisch und eilen beladen mit bunt eingepackten Sachen durch die Straßen. Alle scheinen aber irgendwie froh zu sein. Die Kinder erlebe ich besonders intensiv. Sie sind ganz aufgeregt, alles erscheint ihnen so voller Geheimnisse zu sein.

In den Straßen stehen Bäume, die ganz anders als Apfelbäume sind. Sie haben dichte Nadeln und das seltsamste ist, dass die Menschen sie mit nach Hause nehmen. Was sie wohl machen mit diesen Bäumen in ihren Wohnungen? Sehr geheimnisvoll ist das alles!

Ich habe gehört, dass das Geheimnis dieser Tage mit einem Kind zu tun haben soll. Es soll vor vielen Jahren auf die Welt gekommen sein und eine Botschaft mitgebracht haben: „Der Friede sei mit Euch“. Das ist ein Wunsch, dem sich auch ein Apfel gerne anschließt.

Montag, 17. Dezember

Ich helfe den Starken

Mein ganzer Stolz ist, dass das „Arnold“-Projekt so viele positive Botschaften transportiert. Mein Bauer findet es fair, dass er für einen Apfel in der „Arnold“-Qualität um 25 Prozent mehr bekommt als der Obsthandel normalerweise zahlt. Also finde ich das auch fair.

Richtig Freude empfinde ich, dass beim Verkauf des „Arnold“ ein Teil des Erlöses der Organisation „Special Olympics“ zugute kommt. Diese Gruppe, auf internationaler Ebene angeführt von meinem Namenspatron, Gouverneur Arnold Schwarzenegger, rückt Menschen mit besonderen Bedürfnissen ins Zentrum.

Special Olympics widmet sich den ganz starken Mitmenschen. Indem die freiwilligen Helfer ihre Freunde mit mentaler Behinderung an den Sport und an regelmäßiges Training heranführen, machen sie diese noch stärker. Ein starker Apfel wie ich ist stolz, bei dieser wertvollen Initiative einen Beitrag leisten zu können.

Mittwoch, 5. Dezember

Eine seltsame Nacht

Was man so alles erlebt als Apfel, der Karriere macht! Zuletzt waren die Tage und die Winternächte eher still, aber jetzt ergreift die Menschen eine seltsame Unruhe. Kinder binden dürre Zweige mit einem Band zusammen und schlagen damit im Spaß auf einander ein. Manche verkleiden sich mit zotteligen Fellen und stülpen sich einen mächtigen behaarten Schädel auf, mit einer Furcht erregende Fratze, mit Hörnern und einer langen roten Zunge. Andere lassen Ketten rasseln und versuchen Mädchen zu erschrecken. Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll.

Mein Bauer hat eine Freude daran, was die jungen Leute da tun. Die Bäuerin seufzt, wenn sie dazu Zeit hat in ihrer großen Küche, wo es herrlich duftet. Sie scheint eher einer anderen Figur zugetan zu sein, die jetzt ebenfalls immer wieder auftaucht. Ein großer, freundlicher alter Mann in einem langen Gewand mit einer seltsamen hohen Kopfbedeckung, einem großen Buch und einem Sack voller guter Dinge. Scheu begegnen ihm die Kinder, hören ihm zu und nehmen dankbar, was er ihnen aus seinem Sack gibt. Oft sind es Äpfel, die der freundliche alte Mann den Kindern gibt.

Das ist wirklich ein sinnvolles Geschenk, kann ich als „Arnold“ dazu nur sagen.

Montag, 3. Dezember

„Arnold“ hält sich fit

Die Tage sind schon ganz kurz. Wir Äpfel ruhen in gut temperierten Lagern. Dort genießen wir eine Atmosphäre, die uns frisch und fit hält, damit wir den Konsumenten Freude machen und Kraft geben können.

Diese Jahreszeit beflügelt die Fantasie der Menschen, aus dem Apfel alles herauszuholen, was drin ist. Wir werden zu köstlichen Bratäpfeln verarbeitet, geben dem Apfelstrudel seine köstliche Fülle oder dienen zur Veredelung vieler Speisen, wenn wir beispielsweise in Geflügel gefüllt werden.

Mein Bauer sagt, am liebsten hat er Äpfel frisch und im Ganzen. Da sind alle ihre Vitamine und wertvollen Inhaltsstoffe unverfälscht und voll enthalten. Andere Leute machen einen Imbiss oder nehmen Snacks zu sich, sagte mein Bauer. Er hat da lieber einen frischen Apfel – am liebsten einen „Arnold“ natürlich. Dagegen kommt kein Schokoriegel, kein belegtes Brötchen und kein Hamburger heran, wird mein Bauer direkt zum Werbetexter.

Montag, 26. November

Arnold erlebt den Winter

Das war eine Überraschung, als ich die weiße Pracht auf den Obstgärten meines Bauern sah! Der Winter beginnt heuer früh im Apfelland der Steiermark, einem der bedeutenden Anbaugebiete Europas für Obst aller Art.

Das Klima ist in diesem Teil der Steiermark ideal für starke Äpfel wie ich einer bin. Nicht nur in der Zeit der Blüte und der Reife herrschen in dieser Region mit ihren sanften Hügeln ideale Bedingungen. Auch ein richtiger Winter ist wichtig für die Bäume, damit sie ruhen und Kraft sammeln können für ihre eigentliche Aufgabe, nämlich erstklassige Äpfel wachsen zu lassen.

Donnerstag, 8. November

Ständig beobachte ich die Leute, die sich mir nähern. Eigentlich habe ich ja auch nichts anderes zu tun. Erstaunt erblicken sie mich, viele runzeln die Stirn. Der Name „Arnold“, das Bild des Gouverneurs von Kalifornien, die Verpackung und das ganze als Umfeld eines Apfels, das scheint viele auf den ersten Blick zu überraschen. Doch das Staunen weicht fast immer dem Verstehen. Warum soll ein Apfel anonym bleiben? Warum soll er keinen Namen haben? Warum soll er sich nicht als gesunder Snack präsentieren, der gegen Sandwich, Kornspitz und Schokoriegel antritt?

Mittwoch, 7. November

Für einen Apfel komme ich weit herum. Die Firma Frutura Vertriebs-GmbH bringt mich und meine Kollegen als „Arnold“-Äpfel in Spar-Märkte in ganz Österreich. So gelangt „Styrian Energy“, wie einer der Zusätze des „Arnold“ lautet, weit über die Landesgrenzen der Steiermark hinaus. Die Medien haben berichtet, dass es „Arnold“ bald weit jenseits der österreichischen Grenzen geben soll. Sogar in Flugzeugen soll es mich geben. Stellen Sie sich vor: ein „Arnold“-Apfel hoch oben im Himmel... Da wird mir schon etwas mulmig. Aber ein starker Apfel wie ich hat keine Angst.

Dienstag, 6. November

Als Apfel muss man die Welt der Konsumenten erst kennen lernen. Ich habe gehört, dass es Zweifel gibt, ob der Preis, der für einen „Arnold“ verlangt wird, in Ordnung geht. Ich kann dazu gar nichts sagen, sondern nur meinen bescheidenen Werdegang als „Arnold“ schildern. So ein Apfel macht dem Bauern ganz schön viel Arbeit.

Ein Apfel, der gut genug ist, ein „Arnold“ zu sein, wird speziell gepflegt und ausgesucht. Er muss die richtige Sorte und das richtige Rot haben, er muss groß genug und er muss natürlich aus der Heimat Arnold Schwarzeneggers, aus der Steiermark, sein. Einen vergleichbaren Apfel gibt es im Obstregal praktisch nicht, sagt mein Bauer.

Der Landwirt bekommt für einen „Arnold“ auch um 25 Prozent mehr bezahlt als für andere Äpfel. Die Konsumenten können also sicher sein, dass die Bauern beim „Arnold“ nicht – wie so oft – die Verlierer sind. Damit ist „Arnold“ auch ein Signal, dass jedes landwirtschaftliche Produkt einen Wert hat. Das hofft jedenfalls mein Bauer.

Mich kann man gleich mitnehmen, man muss mich nicht in ein Sackerl stecken, abwiegen und ein Preisschild drauf kleben. Die Verpackung und die Serviette sind die Einladung, den „Arnold“ sofort zu genießen.

Und mich wird es bald an vielen Plätzen und in vielen Ländern geben. Immer in der gleichen, garantierten und kontrollierten Qualität und immer von steirischen Bauern. Welcher Apfel kann das schon von sich behaupten?

Dienstag, 30. Oktober

Rund um mich herum im Supermarkt geht es dieser Tage ganz gruselig zu. Der amerikanische Brauch des „Halloween“ scheint sich auch bei uns durchzusetzen. Am besten gefallen mir die Kürbisse, in die sie Gesichter geschnitzt haben. Das sieht interessant aus. Ich stelle mir vor, wie es wäre, würde sich auch einmal ein echter „Arnold“-Apfel zu Halloween so gruselig präsentieren.

Mittwoch, 24. Oktober

Bauern leisten ganze Arbeit

Eine Woche gibt es mich jetzt, den Apfel „Arnold“. Für mich ist das ein aufregender Anfang, die Obstbauern der Steiermark, die diese Äpfel liefern, haben demgegenüber anstrengende Wochen hinter sich: bei der Apfelernte waren unzählige Hände tätig, der Transport der Äpfel zu den Händlern musste sorgfältig und zeitgerecht erfolgen, und in den Obstgärten waren die Vorarbeiten für den Winter zu verrichten, der sich im steirischen Apfelland schon angekündigt hat. Die Obstbauern und nicht nur die, die den „Arnold“ liefern haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet, und die Apfel-Genießer werden es ihnen lohnen.

Dienstag, 23. Oktober

Botschafter mit Mission

Die Österreicher begegnen mir ausnahmslos sehr freundlich. Ein Apfel, der „Arnold“ heißt und der sich in einer Verpackung mit dem Bild des berühmten Arnold Schwarzenegger präsentiert, erregt natürlich Interesse. Ich selber bemühe mich, ein Botschafter des Apfels und des Apfellandes Steiermark zu sein. Meine wichtigste Mission ist, dass ein Apfel wie ich am besten gleich gegessen wird. Gesünder kann ein Imbiss gar nicht sein.

Freitag, 19. Oktober

Ein echter steirischer „Woscha“

Ich bin gang fertig. Gestern war ich im ORF-Fernsehen, heute bin ich in den Zeitungen. Und schon den zweiten Tag werde ich in den SPAR-Filialen zum Verkauf angeboten. Die Menschen sind sehr freundlich zu mir. Und das alles, obwohl ich doch nur ein Apfel bin. Aber eben der „Arnold“. Diese Aufmerksamkeit ist mir Verpflichtung, die Botschaft der Bauern nach außen zu tragen: Ein Apfel wie ich ist ein kraftvoller Genuss.

Die in Graz erscheinende „Kleine Zeitung“ bezeichnet mich als „echten steirischen Woscha“. Das muss ich etwas erklären. Für die Steirer ist etwas ein „Wascher“ oder mundartlich ein „Woscha“, das sich gewissermaßen gewaschen hat. Das bezieht sich auf meine stattliche Größe und die Kraft, die ich ausströme. Wo sie recht hat, hat sie recht, die „Kleine Zeitung“.

Donnerstag, 18. Oktober

Seit heute bin ich kein normaler Apfel aus der Steiermark, sondern der „Arnold“. Ich bin stolz, diesen Namen zu tragen und darauf, dass Arnold Schwarzenegger, der Gouverneur von Kalifornien, das ebenfalls gut findet.

Ich, der Apfel „Arnold“, bin das Produkt des Fleißes, der Tüchtigkeit und des Ideenreichtums der Bauern aus der Steiermark, genauer gesagt, aus dem Apfelland der östlichen Steiermark. Mein größter Wunsch ist, dass die Initiative, deren Ergebnis ich bin, den Konsumentinnen und Konsumenten Freude, Genuss und Kraft bringt und den Landwirten einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit.

Viele Äpfel am Baum
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